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Somnara

Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Die obstruktive Schlafapnoe ist eine schlafbezogene Atmungsstörung, bei der die oberen Atemwege während des Schlafs wiederholt teilweise oder vollständig kollabieren, mit Sauerstoffabfall, Weckreaktionen und gestörter Erholung.

OSA betrifft in Deutschland nach Schätzungen zwischen fünf und 15 Millionen Menschen, von denen rund 80 Prozent nicht oder nicht adäquat behandelt sind. Typische Symptome sind lautes Schnarchen, beobachtete Atempausen, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und morgendliche Kopfschmerzen. Ohne Therapie steigt das Risiko für Bluthochdruck, kardiovaskuläre Ereignisse, Diabetes und Verkehrsunfälle durch Sekundenschlaf erheblich.

Die Diagnose erfolgt heute leitliniengerecht in einer Stufendiagnostik: Anamnese, häusliche Polygrafie, im Bedarfsfall Polysomnografie im Schlaflabor. Die Standardtherapie für mittelgradige bis schwere OSA ist die nächtliche Atemwegsdrucktherapie mit CPAP- oder APAP-Geräten, bei korrekter Anwendung hochwirksam, oft schon nach wenigen Wochen mit deutlicher Symptomverbesserung.

Das Somnara-Programm verbindet alle Schritte (strukturiertes Screening, ärztliche Anamnese, häusliche Diagnostik, telemedizinisch begleitete APAP-Einleitung und Langzeit-Telemonitoring) zu einem durchgängigen Versorgungspfad. Das Programm befindet sich derzeit in der Pilotphase.

Verwandte Begriffe

Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.