Zum Inhalt springen
Somnara

Komorbiditäten

Komorbiditäten sind Begleiterkrankungen, die parallel zu einer Hauptdiagnose bestehen, bei OSA betrifft das insbesondere kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen.

Unbehandelte obstruktive Schlafapnoe erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Folgekosten ist erheblich: Eine konsequente OSA-Behandlung kann nachweislich zur Stabilisierung dieser Komorbiditäten beitragen und ist damit auch volkswirtschaftlich relevant.

Der Zusammenhang wirkt in beide Richtungen: Übergewicht begünstigt die Entstehung einer obstruktiven Schlafapnoe, und die nächtlichen Sauerstoffabfälle erschweren wiederum die Einstellung von Blutdruck und Blutzucker. Deshalb gehört die Frage nach Schnarchen und Tagesmüdigkeit in die Abklärung eines schwer einstellbaren Bluthochdrucks, und umgekehrt gehören Blutdruck, Gewicht und Stoffwechselwerte in die schlafmedizinische Anamnese. Die Behandlung einer OSA ersetzt die Therapie der Begleiterkrankungen nicht, sie verbessert aber deren Ausgangslage.

Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.