Hypopnoe
Eine Hypopnoe ist eine teilweise Atemflussreduktion von mindestens zehn Sekunden Dauer im Schlaf, die mit einem Sauerstoffabfall oder einer Weckreaktion einhergeht.
Hypopnoen werden gemeinsam mit Apnoen erfasst und gehen in den AHI ein. Auch wiederholte Hypopnoen führen zu Sauerstoffschwankungen, gestörtem Schlaf und erhöhtem kardiovaskulärem Risiko.
Als Ereignis gewertet wird eine Hypopnoe erst dann, wenn der Atemfluss über mindestens zehn Sekunden deutlich reduziert ist und zusätzlich ein Sauerstoffabfall oder eine Weckreaktion messbar wird. Die genaue Schwelle für den Sauerstoffabfall unterscheidet sich zwischen den gebräuchlichen Auswertungsregeln, weshalb derselbe Datensatz je nach Regelwerk zu leicht unterschiedlichen Indexwerten führen kann. Beim Vergleich zweier Befunde lohnt deshalb der Blick darauf, nach welchem Kriterium ausgewertet wurde.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- ApnoeEine Apnoe ist ein Atemstillstand von mindestens zehn Sekunden Dauer im Schlaf.
- AHIDer AHI gibt die Anzahl der Atemaussetzer und Atemflussreduktionen pro Stunde Schlaf an und ist der zentrale Schweregrad-Maßstab der Schlafapnoe.
- Obstruktive Schlafapnoe (OSA)Die obstruktive Schlafapnoe ist eine schlafbezogene Atmungsstörung, bei der die oberen Atemwege während des Schlafs wiederholt teilweise oder vollständig kollabieren, mit Sauerstoffabfall, Weckreaktionen und gestörter Erholung.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
