Schnarchen
Schnarchen entsteht durch Vibrationen erschlaffter Gewebe im Rachenraum während der Atmung im Schlaf, lautes, regelmäßiges Schnarchen ist eines der häufigsten Symptome obstruktiver Schlafapnoe.
Nicht jedes Schnarchen ist ein OSA-Hinweis; das einfache („primäre“) Schnarchen ohne Atempausen ist medizinisch zunächst harmlos. Wird das Schnarchen jedoch von beobachteten Atempausen, Luftschnappen, Tagesmüdigkeit oder morgendlichen Kopfschmerzen begleitet, sollte es schlafmedizinisch abgeklärt werden. Ein strukturierter Selbsttest liefert eine erste Einschätzung des OSA-Risikos.
Begünstigt wird Schnarchen durch Rückenlage, Übergewicht, Alkohol am Abend, beruhigende Medikamente und eine behinderte Nasenatmung. Beim primären Schnarchen hilft es deshalb oft schon, diese Faktoren zu verändern. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe reichen solche Maßnahmen allein nicht aus, weil die Atemwege im Schlaf tatsächlich kollabieren: Das Schnarchen ist dann nur das hörbare Begleitsymptom, nicht die Erkrankung selbst.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- Obstruktive SchlafapnoeDie obstruktive Schlafapnoe ist eine schlafbezogene Atmungsstörung, bei der die oberen Atemwege während des Schlafs wiederholt teilweise oder vollständig kollabieren, mit Sauerstoffabfall, Weckreaktionen und gestörter Erholung.
- TagesmüdigkeitTagesmüdigkeit beschreibt eine pathologische Schläfrigkeit am Tag trotz objektiv ausreichender Schlafdauer, bei OSA das häufigste Leitsymptom.
- SelbsttestEin Schlaf-Selbsttest ist ein niedrigschwelliger, strukturierter Fragebogen zur ersten Orientierung, ob eine ärztliche Abklärung des Schlafs sinnvoll sein kann. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
