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Somnara

RSA – Risikostrukturausgleich

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich verteilt die Mittel des Gesundheitsfonds so auf die gesetzlichen Krankenkassen, dass unterschiedliche Versichertenstrukturen ausgeglichen werden.

Über den Morbi-RSA erhalten Krankenkassen mit überdurchschnittlich vielen kranken oder älteren Versicherten Zuweisungen aus einem Pool. Dokumentierte OSA-Diagnosen fließen über die zugehörige HMG-Kodierung in den Ausgleich ein. Eine leitliniengerechte Diagnostik mit vollständiger Dokumentation stellt sicher, dass die Zuweisungen die tatsächliche Morbidität der Versicherten abbilden — die Zuweisungen decken dabei die erwarteten Behandlungskosten und sind kein Ertragsmodell.

Der Mechanismus soll verhindern, dass Krankenkassen einen Vorteil daraus ziehen, gesunde Versicherte zu bevorzugen. Er wirkt nur über tatsächlich dokumentierte und gesicherte Diagnosen, weshalb eine vollständige Kodierung Teil der Versorgungsqualität ist. Eine Diagnose ohne zugehörige Behandlung ist dabei ausdrücklich nicht das Ziel: Zuweisungen bilden erwartete Behandlungskosten ab und decken sie im Regelfall nicht mehr als ab. Die Beträge werden jährlich neu ermittelt und ändern sich entsprechend.

Relevant für

Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.