Videosprechstunde
Eine Videosprechstunde ist die ärztliche Beratung per gesicherter Video-Verbindung. In der vertragsärztlichen Versorgung ist dafür der Einsatz zertifizierter Videodienstanbieter vorgeschrieben; daneben gelten die berufsrechtlichen Anforderungen an die Fernbehandlung.
Videosprechstunden in der GKV-Versorgung erfordern eine Zertifizierung des eingesetzten Videodienstes nach den Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Sie müssen DSGVO-konform und Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Somnara strebt diese Zertifizierung an; sie liegt derzeit noch nicht vor.
Technisch braucht es auf Patientenseite nur ein Gerät mit Kamera, Mikrofon und stabiler Verbindung; eine Installation ist bei zertifizierten Diensten in der Regel nicht erforderlich, der Zugang erfolgt über einen Einladungslink. Für das Gespräch gelten dieselben Regeln wie in der Praxis: Identität und Einverständnis werden festgestellt, die Dokumentation erfolgt in der Patientenakte, und der Arzt entscheidet, ob sich eine Frage per Video sicher beantworten lässt oder ein Präsenztermin nötig wird.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- TelemedizinTelemedizin ist die ärztliche Versorgung über räumliche Distanz mithilfe digitaler Kommunikations- und Datentechnik.
- Tele-SchlafmedizinTele-Schlafmedizin ist die Anwendung telemedizinischer Verfahren speziell auf die Diagnostik und Therapie schlafbezogener Erkrankungen.
- AnamneseDie Anamnese ist die strukturierte Erhebung der Krankengeschichte und Symptome durch den Arzt, bei Schlafapnoe zunehmend auch als Videosprechstunde.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
