Anamnese
Die Anamnese ist die strukturierte Erhebung der Krankengeschichte und Symptome durch den Arzt, bei Schlafapnoe zunehmend auch als Videosprechstunde.
Im Somnara-Programm findet die schlafmedizinische Anamnese als Videosprechstunde mit einem erfahrenen Schlafmediziner statt. Erfasst werden Symptome (Schnarchen, Tagesmüdigkeit, beobachtete Atempausen), Risikofaktoren (BMI, Alter, Begleiterkrankungen) und Begleitmedikation. Das Ergebnis ist die Indikationsstellung für die nächste diagnostische Stufe, in der Regel eine häusliche Polygrafie.
Eine sauber durchgeführte Anamnese ist der Hebel der Stufendiagnostik: Sie verhindert unnötige Untersuchungen und sortiert komplexe Fälle frühzeitig in Richtung Schlaflabor.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- StufendiagnostikDie Stufendiagnostik ist ein abgestuftes Vorgehen, bei dem niedrigschwellige Untersuchungen vor aufwändigeren stehen, bei OSA: Anamnese, Heim-Polygrafie, ggf. Polysomnografie.
- VideosprechstundeEine Videosprechstunde ist die ärztliche Beratung per gesicherter Video-Verbindung. In der vertragsärztlichen Versorgung ist dafür der Einsatz zertifizierter Videodienstanbieter vorgeschrieben; daneben gelten die berufsrechtlichen Anforderungen an die Fernbehandlung.
- PrätestwahrscheinlichkeitDie Prätestwahrscheinlichkeit beschreibt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung vor Durchführung eines diagnostischen Tests ist, basierend auf Symptomen, Risikofaktoren und Anamnese.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
