Titration
Titration bezeichnet die Ermittlung des optimalen Therapiedrucks bei einer PAP-Therapie, entweder manuell im Schlaflabor oder automatisch durch ein APAP-Gerät zu Hause.
Bei der CPAP-Titration im Schlaflabor stellt ein Techniker den notwendigen Druck nachts manuell ein. APAP-Geräte titrieren automatisch und kontinuierlich. Studien (Fashanu 2021) zeigen, dass die häusliche Titration durch ein APAP-Gerät häufig niedrigere und damit komfortablere Drücke ermittelt als die Laborbedingungen, ein zusätzliches Argument für die ambulante Therapieeinleitung.
Der ermittelte Druck ist keine Größe für immer: Gewichtsveränderungen, die Nasenatmung, Alkohol und bestimmte Medikamente verschieben den Bedarf, weshalb die Einstellung im Verlauf überprüft wird. Bei automatischer Titration übernimmt das Gerät diese Anpassung fortlaufend innerhalb eines ärztlich festgelegten Druckfensters, dessen Ober- und Untergrenze Teil der Verordnung sind.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- APAP-TherapieAPAP („Automatic Positive Airway Pressure“) ist eine Atemwegsdrucktherapie, bei der das Gerät den Druck automatisch an den aktuellen Bedarf des Patienten anpasst.
- CPAP-TherapieCPAP („Continuous Positive Airway Pressure“) liefert während der gesamten Nacht einen konstanten Atemwegsdruck und ist der klassische Goldstandard der OSA-Therapie.
- PAP-TherapiePAP („Positive Airway Pressure“) ist der Oberbegriff für alle Atemwegsdrucktherapien, dazu zählen CPAP, APAP und BiPAP.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
