CPAP-Therapie
CPAP („Continuous Positive Airway Pressure“) liefert während der gesamten Nacht einen konstanten Atemwegsdruck und ist der klassische Goldstandard der OSA-Therapie.
CPAP-Geräte halten die oberen Atemwege durch konstanten Überdruck offen und verhindern so Apnoen und Hypopnoen. Der erforderliche Druck wird traditionell im Schlaflabor durch Titration ermittelt. Studien zeigen, dass dieser im Labor eingestellte Druck häufig höher liegt als der tatsächliche häusliche Bedarf, ein Argument für die ambulante APAP-Einleitung mit dynamisch angepasstem Druck.
Zum Einsatz kommt CPAP vor allem dort, wo ein stabiler, bekannter Druckbedarf vorliegt oder eine automatische Regelung nicht gewünscht ist. Der Komfort hängt dabei weniger vom Gerät ab als von der Maske: Nasen-, Nasenpolster- und Vollgesichtsmasken unterscheiden sich in Sitz, Leckage und Verträglichkeit erheblich. Die Maskenanpassung ist deshalb ein eigener Behandlungsschritt und kein Zubehördetail.
Relevant für
Verwandte Begriffe
- APAP-TherapieAPAP („Automatic Positive Airway Pressure“) ist eine Atemwegsdrucktherapie, bei der das Gerät den Druck automatisch an den aktuellen Bedarf des Patienten anpasst.
- PAP-TherapiePAP („Positive Airway Pressure“) ist der Oberbegriff für alle Atemwegsdrucktherapien, dazu zählen CPAP, APAP und BiPAP.
- TitrationTitration bezeichnet die Ermittlung des optimalen Therapiedrucks bei einer PAP-Therapie, entweder manuell im Schlaflabor oder automatisch durch ein APAP-Gerät zu Hause.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
