Compliance
Compliance bezeichnet im medizinischen Kontext die Therapietreue eines Patienten, sie überschneidet sich mit dem moderneren Begriff der Adhärenz.
Klassisch beschreibt Compliance die passive Befolgung ärztlicher Anweisungen. Die heute gebräuchlichere Adhärenz beinhaltet zusätzlich die aktive Beteiligung des Patienten an der Therapieplanung. Beide Begriffe werden in der Schlafmedizin synonym verwendet, wobei Compliance häufiger im Reporting gegenüber Krankenkassen auftaucht (z. B. „Compliance-Quote“).
Gemessen wird Compliance in der PAP-Therapie über die Gerätedaten, meist als Anteil der Nächte mit einer Mindestnutzungsdauer. Diese Kennzahl entscheidet in vielen Versorgungsverträgen darüber, ob eine Therapie als fortgeführt gilt. Sie beschreibt allerdings nur, wie lange das Gerät lief, nicht, ob Maske, Druck und Begleitung tatsächlich passen. Für die Therapiesteuerung ist deshalb der Blick auf die Ursachen niedriger Werte wichtiger als der Wert selbst: Maskenleckagen, trockene Schleimhäute und ein zu hoher Anfangsdruck sind die häufigsten davon.
Verwandte Begriffe
- AdhärenzAdhärenz beschreibt, wie konsequent Patienten eine vereinbarte Therapie tatsächlich anwenden, etwa die nächtliche Nutzung des APAP-Geräts.
- TelemonitoringTelemonitoring ist die kontinuierliche Fernüberwachung medizinischer Parameter, bei der OSA-Therapie typischerweise Nutzungszeit, Druckverläufe, Leckagen und Restereignisse des APAP-Geräts.
Dieser Eintrag ist Teil des Somnara-Glossars zur Versorgung der obstruktiven Schlafapnoe. Bei klinischen Fragen ist immer die aktuelle Version der jeweiligen Leitlinie maßgeblich.
